Finde dein Mantra

Veröffentlicht am 16. Februar 2026 um 13:20

Yoga, der Atem oder ein Mantra ist für mich eine tägliche Quelle, um im Körper präsent zu sein, mich in den gegenwärtigen Moment zu holen, Gedanken und Gefühle zur Ruhe kommen zu lassen, ins Herz zu sinken und mich zu umarmen. 

Diese Schätze, die ich als heilsam erfahren durfte, möchte ich mit dir teilen.

 

„Am Anfang war das Wort“, heisst es in der Bibel. Das Wort ist Klang. Ein Ton, eine Silbe, ein Mantra und auch der Atem ist Klang. 

 

Sie führen dich aus dem Alltagsbewusstsein in ein neues tieferes einfacheres Sein.

Das Wort Mantra besteht aus manas und tra. Manas ist der Geist und tra bedeutet befreien. Befreie deinen Geist.

 

Sie beschützen, besänftigen, ermutigen, befreien und ermächtigen dich. Sie drücken Dankbarkeit und Wertschätzung für das Leben aus. 

Ein Mantra befreit den Geist von sich selbst und verbindet uns.

 

Mantren und vedische Texte wurden ursprünglich von Sehern oder Rishis empfangen, die mit den Rhythmen des Lebens und des Universums verbunden waren. 

Dasselbe geschieht, wenn wir ein Mantra rezitieren. Das muss nicht in der indischen Hochsprache Sanskrit sein, es können genauso Worte in unserer Sprache sein. Wichtig dabei ist, dass die Worte wertfrei sind und dass du dich angezogen fühlst.

 

Indem du ein Mantra täglich wiederholst und es in dich, in deine Muskeln, Zellen und in deinen Energiekörper einlässt, wird sich die Bedeutung des Mantra mehr und mehr verwirklichen und es wird in dir lebendig. 

 

Der Klang wird dich in deine ursprüngliche gesunde, natürliche Schwingung und Harmonie zurück versetzen. Dich wie ein Instrument stimmen und in Gleichklang mit der Erde und deinem Herzen bringen. 

 

Herz und Körper entspannen und werden weicher. Der Geist kann ausruhen. Der Vagusnerv wird aktiviert, was die Angst vertreibt und uns sicher fühlen lässt.

 

Das Schöne ist, du brauchst nichts dazu ausser deine Absicht. Du kannst dich überall und jederzeit mit dem Mantra verbinden. Vor dem Einschlafen, nach dem Aufwachen, wenn du nicht schlafen kannst, vor einer Mahlzeit, als tägliches Ritual, zwischendurch bei deiner Arbeit und immer wenn du daran denkst. 

 

Dann kannst du die Vibration und die Worte in dir fühlen, laut, leise oder schweigend und dir nah kommen. 

 

Du trittst in einen zeitlosen Raum der Stille und Verbundenheit ein. 

 

Durch das oftmalige Wiederholen eines Klanges wirst du mehr und mehr zu dem, was du bereits bist. Es befreit dich von dem, was dir im Weg steht. 

Du wirst dir bewusst darüber, was du schon bist, immer warst und sein wirst. 

 

 

Traditionell wurde ein Mantra von einem Lehrer an seinen Schüler weitergegeben beziehungsweise übertragen. 

Mit einer aus 108 Perlen bestehenden Mala wird es 108 Mal wiederholt.

 

Im Yoga gibt es verschiedene schöne Möglichkeiten, mit einem Ton oder Mantra zu arbeiten.

Du kannst ein Mantra in Verbindung mit einer Asanapraxis, mit Atemübungen, einer Visualisierung oder einer Meditation allein oder in einer Gruppe anwenden.

 

Beginne mit einem einfachen, aber sehr wirkungsvollen Mantra, das auch mit dem Christusbewusstsein in Verbindung steht.

 

Du musst nicht gläubig sein oder einer Religionsgemeinschaft angehören. Ganz im Gegenteil, es ist gut, nichts zu wissen, nichts zu erwarten und völlig absichtslos zu schauen, was geschieht und wie es in deinem Körper und Geist wirkt.

Wiederhole es einige Minuten solange du die Aufmerksamkeit halten kannst. Beginne mit 5 Minuten und mit der Zeit kannst du erhöhen. Dann beende das Mantra und lass los. Lass dich in Stille nachspüren und beobachte, was geschieht.

 

Ich bin.

Beim Einatmen Ich. Beim Ausatmen Bin.

 

Oder wenn du Sanskrit bevorzugst: 

Aham

 

Wenn es dich anzieht, vereinbare mit mir eine Einzelpraxis, um eine für dich passende Mantrapraxis zu finden.